Seminar-Nr.: 05-02 (Praxisseminar mit Prüfung)

Betriebsführung in Hochspannungsanlagen

Erwerb der Fachkunde zur Schaltberechtigung und/oder Schaltanweisungsberechtigung
bis 36 kV

speziell für EFK mit tieferen Kenntnissen im Mittel- und Hochspannungsbereich gemäß DGUV Vorschrift 1 (bisher BGV A1), DGUV Vorschrift 3 (bisher BGV A3) und VDE 0105-100

 

Weitere Informationen zum Seminar:

Zielgruppe:
Elektrofachkräfte mit tieferen Kenntnissen von Hochspannungsschaltanlagen, die im Anschluss die Schaltberechtigung von Hochspannungsanlagen bis 36 kV erwerben möchten.Der Lehrgang richtet sich an Betriebsingenieure, Elektromeister, Elektrotechniker, Elektromonteure, Mitarbeiter aus Energieversorgungsunternehmen, Elektrizitäts- / Stadtwerken, Handwerk, Gewerbe und aus Industriebetrieben, die Wartungs- und Serviceverträge für Trafostationen bearbeiten und schaltberechtigt werden sollen.

Voraussetzungen:
Abgeschlossene Berufsausbildung/Studium im Bereich Elektrotechnik / Elektronik. Elektrofachkraft nach den Ausbildungsrichtlinien der IHK und HWK. Kenntnisse der Anlagentechnik in Hochspannungsanlagen bis 36 kV.

Ziel:
Dieses Seminar ist verpflichtend für alle Elektrofachkräfte, die in Hochspannungsanlagen – früher
Mittelspannungsanlagen genannt – ab 1 kV Schalthandlungen durchführen müssen. Sie erhalten hier alle
notwendigen Informationen, um in Hochspannungsanlagen sicher schalten zu können und somit Ihren
bestehenden Versicherungsschutz zu erhalten.

Hinweis:
Das Seminar wird speziell auch für Betriebsführer von Windparks und Photovoltaikgroßanlagen angeboten.

Inhalt:

  • Gesetzliche Grundlagen
    DGUV Vorschrift 1 (bisher BGV A1)
    DGUV Vorschrift 3 (bisher BGV A3)
    VDE-0105
  • Anforderungsprofil für schaltberechtigte Personen
  • Unterweisung über Gefahren
  • Einrichtungen zur Unfallverhütung bei Schalthandlungen
  • 5 Sicherheitsregeln zum Herstellen und Sichern des spannungsfreien Zustandes an einem elektrotechnischen Anlageteil >1kV einschließlich das Unterspannungsetzen
  • Arbeiten unter Spannung mit besonderen Maßnahmen
  • Auswechseln von Sicherungseinsätzen in Anlagen
  • Bauarbeiten und sonstige nichtelektrotechnische Arbeiten in der Nähe unter Spannung stehender
    Schaltanlagen
  • Betriebs- und Arbeitsmittel: z. B. luft- und gasisolierte Schaltanlagen, Transformatoren, Schaltgeräte,
    Spannungsmesser, Erdungs- und Kurzschlusseinrichtungen, Körperschutzmittel, Betätigungs- und
    Isolierstangen
  • Anforderungen an Schalträume und deren Einrichtungen
  • Schalten von Transformatoren mit 0,4 kV Wicklung
  • Schalten von Transformatoren mit automatischer Spannungsregelung, OS-Wicklung bis 36 kV
  • Schalten von Kabeln und Freileitungen bis 36 kV
  • Wechsel von Hochspannungssicherungen in Trafo- und Leitungsabgängen
  • Niederspannungsseitige Vermaschung von Trafostationen
  • Komplette Trafosstation zur Arbeit freigeben
  • Darstellung einer eindeutigen Schaltsprache zur Vermeidung von Fehlschaltungen
  • Handlungshilfen zur Vermeidung von Fehlhandlungen
  • Anwendung Formular Arbeitserlaubnis und Freigabe für Arbeiten in Anlagen > 1 kV
  • Nachweisführung in Trafostationen (Stationsbuch)
  • Einhaltung von Sicherheitsabständen zu unter Hochspannung stehenden Anlageteilen
  • Schriftliche Prüfung

Praxis:

  • Schaltauftrag: Schalten eines 10/0,4 kV Transformators
  • Schaltgeräte, Schaltanlagen, Schutzeinrichtungen
  • Schaltgespräch / Schaltauftrag
  • Umsetzen der fünf Sicherheitsregeln an elektrischen Anlagen

Abschluss:
Zertifikat TAC Technische Akademie Chemnitz

Veranstaltungsort:
Chemnitz

Seminardauer:
3 Tage (2 Tage Theorie, 1 Tag Praxis in einer Trafostation)

Termine:
06.02. – 08.02.2019
10.04. – 12.04.2019
18.09. – 20.09.2019
06.11. – 08.11.2019
04.12. – 06.12.2019

Mindestteilnehmer: 5
Ab 6 Teilnehmer auch als Inhouseschulung in Ihrem Unternehmen!

Referent:
Fachdozent TAC Technische Akademie Chemnitz

Teilnahmegebühr:
695,00 € / Teilnehmer zzgl. ges. MwSt.
inkl. Seminargetränke, Mittagessen und kompletter Teilnehmerunterlagen